Jetzt in DIE EINZIGE reinhören:

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News

TERMINE

03.11.2017 Berlin, Lido

05.11.2017 Hamburg, Grünspan

07.11.2017 München, Ampere

09.11.2017 Köln, Yuca

BIOGRAFIE

Alina macht Pop mit Seltenheitswert. Sie singt Songs, die mit gnadenloser Offenheit die eigene Verletzlichkeit thematisieren und das Innere nach außen kehren. Dabei fällt zuerst ihre Stimme auf: Ein nuancenreiches, warmes Timbre, dass Nackenhaare zuverlässig in Reih und Glied aufrichtet. Eine Stimme, die wahrhaftig aufwühlt, die mit großer Wucht daherkommt und trotzdem weich zu umgarnen weiß. Eine, die man sofort wiedererkennt, deren Intensität man sich nicht entziehen kann und die man nicht vergisst.

Sie wird in den Neunzigerjahren musikalisch sozialisiert, einer Zeit in der die Charts von inhaltsschwachen und quietschbunten Eintagsfliegen dominiert werden. Schnell merkt sie, dass es da noch mehr geben muss. Fündig wird Alina in der Vinylsammlung ihrer Eltern, hier entdeckt sie die LPs von Alexandra, Zarah Leander und Hildegard Knef - Eine folgenschwere Begegnung. Zwar macht Alina weder Chansons noch Tonfilmschlager, aber die Schätze im elterlichen Plattenregal inspirieren sie, schärfen ihren Blick für das Besondere. Hinzu kommen Klassiker von Michael Jackson, Mariah Carey und Chris Isaak. Es ist diese spezielle Mischung, die ihr späteres künstlerisches Schaffen prägen wird.

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Dass Alina eines Tages zur Musik finden würde, ist schon in frühesten Kindertagen abzusehen. Ihre Eltern, die genauso wie der Großvater Instrumente spielen, leben ihre Leidenschaft in einer Hobbyband aus. Während der regelmäßigen Sessions wird die kleine Alina im Proberaum geparkt und ist so stets von Livemusik umgeben. Ihren ersten Auftritt hat sie als Siebenjährige - Nichts Großes, nur ein Familienfest, aber für Alina ein Schlüsselerlebnis. Den Applaus hört sie noch heute.

Der Weg zum ersten Album ist dennoch steinig. Zu viele Talfahrten und Irrwege tun sich auf, zu viele Zweifel entstehen. Ein abgebrochenes Studium, unzählige Nebenjobs und eine Stimmband-OP lassen den großen Traum in immer weitere Ferne rücken. Doch die Musik lässt sie nicht los, sie kämpft weiter für das, was ihr alles bedeutet - ihre Songs, ihre Leidenschaft, ihre Vision. Deshalb hat Alina auch ganz klare Vorstellungen, schließlich sind es ihre Lieder - sie schreibt Texte, sammelt Ideen und trifft immer mehr Menschen, die ihr dabei helfen ihre Visionen umzusetzen. So entsteht eine ganze Reihe von Stücken, die sie mit kongenialen Partnern schreibt.

Alina hat für ihr Debüt "Die Einzige" 16 solcher Songs zusammengetragen. Mit "Nie vergessen", der ersten Singleauskopplung, liefert sie die ultimative Abschiedshymne, "Titan" räumt mit Selbstzweifeln auf und "Herzstreik" zeigt, dass Liebe nicht immer ein guter Plan ist, wenn nur der Kopf will. In "Schönheitskönigin" geht es um das Hadern mit sich selbst, um das Begreifen, dass perfekt sein weder möglich noch nötig ist. Direkt unter die Haut schleichen sich ebenso "Stadt aus Gold", das vom Sog und der Faszination der Großstadt erzählt, sowie "Kind sein" - mehr emotionaler Tiefgang geht nicht. Doch Alina, die selbst leisesten Tönen Nachdruck verleiht, beherrscht nicht nur das Balladeske, "Immer wenn es wehtut" steht exemplarisch für einige absolut tanzbare Tracks. Und nicht zuletzt führt der Titelsong "Die Einzige" denjenigen aufs Glatteis, der der Künstlerin Selbstüberschätzung vorwirft. Vielmehr ist "Die Einzige" der Schlüsseltrack, er steht für das große Ganze, für Alinas Botschaft, dass man nur zu sich selbst finden kann, wenn man akzeptiert, wer man ist.

Intim, tiefschürfend und ungekünstelt reflektiert sie Erlebnisse, Begebenheiten, Situationen ihres Lebens. Alina lässt dabei eine ungewöhnliche Nähe zu, offenbart tiefste Ängste und persönliche Verletzlichkeit. Sie versteckt sich nicht hinter Worthülsen, Neologismen und Allgemeinpositionen. Alina leistet sich den Luxus, den für Deutschpop üblichen Problemlösungsvorschlag in der letzten Strophe komplett auszusparen. Trotzdem liefert die Sängerin alles andere als einen resignativen Liederzyklus, Alina kennt sehr wohl Lichtblicke und Hoffnungsschimmer. Vorsicht bleibt jedoch geboten, denn nicht selten lösen ihre Episoden ein kollektives So-geht's-mir-ja-auch-Gefühl aus. Andererseits: Es waren schon immer die echten Songs, die bleiben.

Der Reiz des Debüts steckt auch in einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit: das sonst eher im HipHop aktive Produzententeam Dasmo & Mania schwingt sich mit Alina zu neuen Höhen auf, die auf den ersten Blick unterschiedliche musikalische Herkunft sorgt für Ecken und Kanten und avanciert zur Konstellation der Stunde. Kompromisslos und versessen bis aufs kleinste Detail, wird kein Aufwand gescheut. So sind beispielsweise die oftmals klassisch anmutenden Arrangements mit ihren opulenten Streicherparts von einem 55-köpfigen Orchester eingespielt. Für das Arrangement von "Haut aus Glas" konnte gar die Grammy-prämierte Arrangeur-Legende Steve Sidwell (Robbie Williams, Shirley Bassey, George Michael) gewonnen werden. All die Mühe, Anstrengungen und Energie, die in diese Produktion geflossen sind, zeichnen die außergewöhnliche musikalische Qualität ihres Debüts aus.

"Die Einzige" ist ein Album, das zwischen den Welten wandelt. Eine Platte, die vom ganz leisen Knistern bis zum großen Knall alles gibt. Eine Geschichte, die zeigt, dass sich der beschwerliche Weg lohnt und ein Werk, das uns den tiefen Einblick in die Seele eines Individuums erlaubt. Alina lässt uns an all dem teilhaben, was sie zu einer außergewöhnlichen Künstlerin und zu einem hinreißenden Menschen macht.